Thailand verbietet Leihmutterschaft für Ausländer

Die thailändische Nationalversammlung hat ein Gesetz in Kraft gesetzt (19.02.2015), welches kommerzielle Geschäfte so genannter Leihmütter (surrrogate mothers) für Ausländer verbietet. Zukünftig ist Leihmutterschaft in dem Land danach nur noch dann zulässig, wenn mindestens ein Partner der Wunscheltern selbst die thailändische Staatsbürgerschaft besitzt und die Leihmutter mindestens 25 Jahre alt ist. Die Regelung soll nur für verheiratete heterosexuelle Paare gelten; gleichgeschlechtlichen Partnern ist damit der Zugang zur Leihmutterschaft verwehrt (Quellen: welt.de/spiegel.de). Anlass war wohl die im Jahr 2014 bekanntgewordene Geschichte eines australischen Paares, welches einen Jungen mit Down Syndrom nicht ‚abgenommen‘ und in Thailand zurückgelassen haben soll.

füßeIn der Bundesrepublik Deutschland ist die Leihmutterschaft (das Gesetz verwendet den Terminus Ersatzmutterschaft) verboten. Einerseits darf in Deutschland keine Vermittlung von Ersatzmüttern betrieben werden (§ 13 c AdoptionsvermittlungsG). Selbst die Schaltung von Anzeigen zur Suche von Ersatzmüttern oder Bestelleltern ist bei Strafe untersagt (§ 13 d AdoptionsvermittlungsG).

 

Soweit es die behandelnden Ärzte betrifft, regelt das Embryonenschutzgesetz aus dem Jahr 1991 entsprechende Verbote. Nicht strafbar machen sich indes die Wunscheltern.