Wegfall des Versorgungsausgleichs bei Trennungsdauer von 28 Jahren nicht zwingend

Eine Trennungszeit von 28 Jahren führt nicht zum Wegfall oder der Beschränkung des Versorgungsausgleichs, wenn der ausgleichsberechtigte Ehegatte während dieser Zeit in erheblichem Umfang ehebedingte Verbindlichkeiten für das vom ausgleichspflichtigen Ehegatten allein genutzte ehegemeinsame Anwesen zurückgeführt hat, die auszugleichenden Anrechte in der Gesamtschau verhältnismäßig geringfügig sind und auch nach Durchführung des Versorgungsausgleichs kein erhebliches wirtschaftliches Ungleichgewicht zu Lasten des ausgleichspflichtigen Ehegatten entsteht.

(OLG Zweibrücken, Beschluss vom 24.06.2014, 2 UF 50/14 [juris])